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Sichtung in Wikartswil: Alles deutet auf einen Wolf hin

Am Montag wurde bei Wikartswil ein hundeartiges Raubtier gesehen. Jäger und Wildhüter vermuten einen Wolf. Ein Landwirt ist beunruhigt. Offiziell wurden keine Risse von Nutztieren bestätigt.

Video: zvg
Die Wolfsspur sieht einer Hundespur zum Verwechseln ähnlich. (Bild: Mathias Hubacher)

"Am Ende des Videos sieht man es am Besten. Auch wie er wolfstypisch die Rute tief hält", sagt Jäger Mathias Hubacher aus Walkringen. Das Video wurde am Dienstag in Wikartswil aufgenommen. Das Tier, das darauf zu sehen ist, überquert gerade das Grundstück eines Bauern. Hubacher, der mit dem Landwirt befreundet ist, nahm die Umgebung daraufhin unter die Lupe und fand die Spuren im Schnee. 

 

Die Sichtung wurde dem zuständigen Wildhüter Peter Sommer gemeldet. Auch er bestätigt den Verdacht: "Anhand der Spuren und der Bilder, die ich gesehen habe, handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um einen Wolf." Die Identifizierung ist nicht immer einfach und eindeutig. Es gab schon öfters Verwechslungen mit Hunden, die einem Wolf ähnlich sehen. Hundertprozentige Sicherheit würde nur ein DNA-Test bieten. 

 

Bauer ist alarmiert

Laut Sommer kam es in der Umgebung zu keinen Nutztierrissen. Dennoch ist der Grundstückbesitzer der Sichtungsstelle in Wikartswil alarmiert. Er habe sich bereits informiert, wie er seine Tiere schützen kann. Zwei seiner Kaninchen wurden in der Nacht auf Dienstag gerissen. Es könne jedoch auch ein Fuchs gewesen sein. Jäger Hubacher vermutet allerdings einen Zusammenhang mit einem Schafsriss, der am 29. Dezember in der Nähe von Oberburg gemeldet wurde.

 

Wölfe, die allein unterwegs sind, sind meistens auf der Suche nach einem neuen Revier und können dabei hunderte von Kilometern zurücklegen. "Gut möglich, dass er schon längst wieder über alle Berge ist", meint der Wildhüter.


Autor*in
Adrian Kammer, adrian.kammer@bern-ost.ch
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Erstellt: 06.01.2021
Geändert: 06.01.2021
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