Christoph Schneider

«Wir haben unser Eigenkapital investiert»

Der SC Worb hat ein neues Clubhaus. Im Interview erzählt Club-Präsident Christoph Schneider, wie schwierig es für ein Fussballclub ist, dies zu finanzieren und wie man es trotzdem schafft.

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Christoph Schneider: «Wir sprechen von einer halben Million Franken.» (Foto: rb)

Christoph Schneider ist Präsident des SC Worbs. Bei Muri-Gümligen spielte er bei den Junioren, danach in der 2. und 3. Liga. Bei Worb trainierte Schneider erst die Junioren, war danach Finanzchef und ist seit vier Jahren Präsident. Der SC Worb wurde 1937 gegründet und stellt heute über 20 Mannschaften, die erste Mannschaft spielt in der 2. Liga regional.

 

BERN-OST: Christoph Schneider, warum braucht der SC Worb ein neues Clubhaus?

Christoph Schneider: Das alte war baufällig. Das war ein ehemaliger Kindergarten aus dem Aargauischen. Es war düster, die Küche war eng und alles war schlicht alt. Deshalb wollten wir etwas Neues schaffen.

 

Das neue Clubhaus ist hell, mit viel Holz, was hat das gekostet?

(lacht) Der Preis hängt sehr vom Standard ab, wir wollten die Chance packen, verzichteten aber auf Luxus. Wir sprechen von einer Bruttosumme von einer halben Million Franken.

Wie schwierig war es für den SC Worb, dies zu finanzieren?

Wir haben einen Teil unseres Eigenkapitals investiert, weiter haben wir ein Darlehen der Gemeinde Worb aufgenommen, welches verzinst wird und zurückbezahlt werden muss. Unsere beiden Supporterorganisationen Club97 und Gönner SC Worb haben sich an den Baukosten beteiligt.

 

Weiter erhielten wir vom Lotteriefonds des Kantons Bern auf Antrag einen erheblichen Zustupf für unser Bauvorhaben. Dann haben uns verschiedene Sponsoren und private Spender mit Geld für diesen Bau unterstützt. Nur so konnte dieses neue Clubhaus am Ende gebaut werden.

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Christoph Schneider: «Wir verzichten auf Luxus.» (Foto: rb)

Zum Sportlichen: Aktuell liegt Worb in der 2. Liga auf dem letzten Platz. Ist der Ligaerhalt noch zu schaffen?

Selbstverständlich! Aber das Team muss dies entscheiden. Es ist noch möglich den Rückstand von neun Punkten aufzuholen. Wir sind gut in die Rückrunde gestartet. Der Zusammenhalt im Team stimmt, rechnerisch ist alles noch möglich. Aber wenn es nicht reicht, ist das keine Überraschung und der Verein fällt deshalb nicht auseinander.

Nächste Spiele:

Samstag, 18. April, 16 Uhr

Wyler, Bern: FC Wyler Bern – SC Worb

 

Samstag, 25. April, 16:30 Uhr

Worbboden, Worb: SC Worb – FC Bern

 

Donnerstag, 30. April, 20 Uhr

Leimen, Oberdiessbach: FC Oberdiessbach – SC Worb


Autor:in
Rolf Blaser, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 18.04.2026
Geändert: 18.04.2026
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