Regionalfussball

Zwei Vereine arbeiten zusammen

Die Fussballclubs Konolfingen und Grosshöchstetten-Schlosswil rücken näher zusammen. Künftig können Spieler von Konolfingen auch bei Grosshöchstetten-Schlosswil spielen und umgekehrt. Ziel ist es, den Spielbetrieb langfristig zu sichern.

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Konolfingen und Grosshöchstetten spannen im Fussball zusammen. (Symbolbild: pixabay)

Im Nachwuchs- und Seniorenbereich arbeiten die beiden Vereine bereits seit Jahren eng zusammen. Nun wird die Zusammenarbeit auf den Aktivbereich ausgeweitet. Der FC Konolfingen und der FC Grosshöchstetten-Schlosswil haben dafür eine Gruppierungsvereinbarung abgeschlossen.

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Thomas Oswald, Sportchef FC Konolfingen: «Eine Fusion ist kein Thema.» (Foto: zvg)

Grösserer Pool an Spielern

Konkret ermöglicht die Vereinbarung, Spieler flexibel in den Teams beider Vereine einzusetzen. Dadurch können Fussballer je nach sportlicher Situation zwischen der 3., 4. und 5. Liga wechseln. «Wir werden sehr eng zusammenarbeiten und insbesondere auch gleichzeitig Trainings an den gleichen Standorten durchführen», sagt Sportchef Thomas Oswald vom FC Konolfingen.

 

Vom Abstieg zum Wiederaufstieg

Nachdem die erste Mannschaft von der 2. in die 3. Liga abgestiegen ist, meldet der FC Konolfingen die zweite Mannschaft (3. Liga) für die nächste Saison nicht mehr an. Künftig führt der FC Konolfingen damit noch ein Team in der 3. Liga und eines in der 5. Liga. Der FC Grosshöchstetten-Schlosswil steigt seinerseits von der 3. in die 4. Liga ab. Beide Vereine streben jedoch mittelfristig einen Wiederaufstieg in die 2. beziehungsweise in die 3. Liga an.

Mehr Konzentration

Grundsätzlich bleiben die bisherigen Standorte erhalten. Trainiert und gespielt wird weiterhin in Konolfingen sowie in Grosshöchstetten. Geplant sind gleichzeitige Trainingseinheiten an den gleichen Standorten und weitere gemeinsame Aktivitäten. Mit einer wechselweisen Ansetzung von einzelnen Spielen nacheinander am gleichen Standort erhoffen sich die Vereine auch eine bessere Auslastung der Fussballplätze und der Clubbistros.

 

Synergien bündeln

Die Vereine reagieren aber auch auf Herausforderungen, die viele Amateurclubs neben dem Spielfeld beschäftigen. Ausreichend geeignete Funktionäre zu finden wird zunehmend anspruchsvoller. «Für beide Vereine ist das Bündeln von Synergien auch ausserhalb des eigentlichen Spielbetriebs sinnvoll», sagt Oswald.

 

Zusammenarbeitsvereinbarung

Die beiden Vereine haben deshalb eine Zusammenarbeitsvereinbarung abgeschlossen, die auch nach einer allfälligen Aufhebung der Gruppierungsvereinbarung im Aktivbereich weiter gelebt werden soll, zum Beispiel beim Aufstieg eines der beiden Fanionteams. In diesem Fall müsste die Gruppierungsvereinbarung gemäss aktuellen Bestimmungen des Fussballverbandes wieder aufgelöst werden. Mit dieser Vereinbarung sollen auch in anderen Bereichen – Kommunikation, Sponsoring, Finanzen und anderes – Synergien genutzt werden.

 

Fusion in Sicht?

Eine Fusion der beiden Vereine ist für die Verantwortlichen aber zurzeit kein Thema, beide Vereine bleiben selbständig. Ziel sei es, den regionalen Fussball langfristig zu stärken und den eigenen Nachwuchsspielern geeignete Gefässe für leistungsgerechte Einsätze zur Verfügung zu stellen.

Der FC Konolfingen ist Ende Saison als Zweitletzter der 2. Liga Gruppe 1 in die 3. Liga abgestiegen. Aus der gleichen Gruppe als Letzter abgestiegen ist auch der SC Worb. Der FC Grosshöchstetten-Schlosswil ist ebenfalls als Zweitletzter der 3. Liga in die 4. Liga abgestiegen.

 

Von der 3. Liga in die 2. Liga aufgestiegen ist hingegen die zweite Mannschaft des FC Münsingen.


Autor:in
Rolf Blaser, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 13.06.2026
Geändert: 13.06.2026
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