Parasnowboard Weltcup

Fahrni holt zweimal Gold in Kühtai

Para-Snowboarder Aron Fahrni aus dem Oberthal hat am Wochenende im österreichischen Kühtai einen perfekten Weltcup hingelegt. Im Banked Slalom gewann er an beiden Tagen und reist nun weiter an die nächsten Stationen eines intensiven Winters.

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Ob Fahrni auch "Zuhause" an der Lenk jubeln kann, zeigt sich in den nächsten Tagen. (Bild: FIS / Action Press / Heiko Mandl)

Zweimal auf dem gleichen Kurs, zweimal ganz zuoberst auf dem Podest. Para-Snowboarder Aron Fahrni blickt zufrieden auf das Weltcupwochenende im Kühtai in Österreich zurück. «Der Kurs war an beiden Tagen derselbe und er lag mir gut. Es hat einfach gut funktioniert», sagt der Parasnowboarder.

 

Am zweiten Wettkampftag konnte er sich sogar mit einem deutlichen Vorsprung durchsetzen. «Die Bedingungen waren schwieriger, es hatte viel Schnee. Das macht es anspruchsvoller», erklärt Fahrni. Entscheidend sei ein einzelner Lauf gewesen. «Da ist es mir extrem gut gegangen, das hat den Unterschied gemacht.»

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Am zweiten Tag konnte der Oberthaler mit deutlichem Vorsprung das Rennen für sich entscheiden. (Bild: FIS / Action Press / Heiko Mandl)

Nach den Rennen in Österreich ging es für den 27-Jährigen direkt weiter an die Lenk, wo bereits die nächsten Weltcuprennen anstehen. «Ich freue mich extrem auf die Lenk. Gestern hatten wir das offizielle Training und es hat gut funktioniert. Es hat Spass gemacht und der Kurs ist richtig cool zum Fahren», sagt Fahrni. Dort wird in einer anderen Disziplin gestartet. «Jetzt geht es um Snowboardcross. Das ist eine andere Art von Rennenund kann somit nicht verglichen werden.»

 

Die Lenk hat für Fahrni eine besondere Bedeutung. «Hier zu sein ist für mich etwas Spezielles», sagt er. «Ich habe hier als Skilehrer gearbeitet und kenne viele Leute. Es wurde ein bisschen ein zweites Zuhause.» Das Skigebiet sei ihm bestens vertraut, die Atmosphäre einzigartig. «Es fühlt sich fast wie ein Nachhausekommen an.» Am Heimspiel freut ihn besonders, dass ein Teil seiner Familie live vor Ort mit dabei sein kann. Dass an der Lenk ein Weltcuprennen stattfindet, passt für ihn perfekt: «Die Lenk ist sehr weltoffen und trotzdem traditionell. Das passt gut zusammen.» Schon im vergangenen Jahr habe der Anlass überzeugt. «Das Weltcuprennen letztes Jahr war ein Erfolg, viele Sportler:innen sind auch dieses Jahr wieder gekommen.»

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Zweimal holte Fahrni in Kühtai Gold. (Bild: FIS / Action Press / Heiko Mandl)

Trotz der Erfolge bleibt der Alltag aktuell intensiv. «Mir geht es gut, aber es ist eine strenge Zeit», sagt Fahrni offen. «Ich bin sehr viel am Herumreisen.» Nach den Rennen an der Lenk stehen weitere Weltcup-Stationen an. «Ziemlich direkt geht es weiter nach Kanada und danach nach Amerika, mit verschiedenen Rennen.» Erst danach folgt eine kurze Pause. «Dann gibt es zwei Wochen ohne Wettkämpfe, aber mit einem Trainingslager.»

 

Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf die Paralympischen Spiele. «Ob ich dabei sein darf, entscheidet sich noch», sagt Fahrni. Für die Schweiz werden drei Startplätze vergeben, die Selektion wird am 19. Februar bekannt gegeben. «Es ist eine sehr spannende Zeit, aber auch anstrengend. Das gehört einfach dazu.»


Autor:in
Pascale Groschel, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 21.01.2026
Geändert: 21.01.2026
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