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Fusion-Food an der Worber Bernstrasse: Die Rose wird ein Bistro

Ivano Anesi will am letztjährigen Standort seines Imbisswagens an der Bernstrasse in Worb ein fixes Bistro eröffnen. Die Bauarbeiten gehen voran, das Wirtepatent ist in Arbeit und die nötigen Bewilligungen werden demnächst eingereicht.

Das Lokal nimmt langsam Farbe an, als nächstes wird möbliert. (Bild: Anina Bundi)

Noch ist der Raum, in dem früher der Laden "Un pò di tutto"  und noch früher die Bäckerei Hadorn war, nicht als Bistro erkennbar. Er ist aber frisch renoviert und aufgeräumt, die Wände farbig und neu gefliest, der Boden neu verlegt. Zusammen mit den Erklärungen des zukünftigen Wirts Ivano Anesi lässt sich erahnen, wie das neue Bistro-Take Away "Le Bistro - Rose von Jericho" dereinst aussehen wird.

 

Die Einnahmen vom Frühling fehlen

Direkt gegenüber der Eingangstür soll die Bar hinkommen. Auch Tische, Stühle und Sitzbänke fehlen noch, ausserdem die ganzen Gastro-Geräte wie die Kaffeemaschine, Bierausschankanlage und eine komplette Küche im Untergeschoss, wo früher die Backstube war. Um das alles bezahlen zu können, müsse er sich noch etwas überlegen, sagt Anesi. Denn durch die Corona-Massnahmen entgingen ihm die Einnahmen des ganzen Frühlings.

 

"Entweder muss ich zwischenzeitlich wieder Aufträge als Allrounder annehmen. Was schwierig wird, da ich bereits 100% mit dem Aufbau des neuen Bistros beschäftigt bin und daneben noch für die Wirteprüfung lernen muss. Oder aber ich versuche über ein Crowdfunding und vorab verkaufte Gutscheine etwas als ‘Starthilfe’ reinzuholen."

 

"Ich bräuchte sechs Hände und zwei Köpfe"

Alles ganz allein auf die Beine zu stellen, sei manchmal schon anstrengend. "Ich bräuchte sechs Hände und zwei Köpfe." Aber eine*n Partner*in zu finden, der*die mit Verantwortung übernimmt und das Risiko teilt, sei auch nicht leicht.

 

Der letzte Sommer mit dem Foodtruck (BERN-OST berichtete) habe im sehr gefallen, erzählt Ivano Anesi. Und zwar nicht in erster Linie, wenn das Geschäft brummte. "Obwohl das natürlich auch schön ist." Vielmehr habe er es genossen, wenn Zeit da war, um zu plaudern, zu philosophieren, mit den Nachbar*innen ein Kafi zu trinken. An diesem eher ruhigen Standort an der Kreuzung Bernstrasse/Kirchweg sei es wichtig, etwas Besonderes zu bieten und mit Freundlichkeit zu punkten. 

 

Auch das neue Bistro soll ein Treffpunkt werden. «Eine Piazza und Gute-Laune-Zone». Geplant ist nebst dem Innenraum auch eine Holzterrasse auf dem Vorplatz mit Blumentöpfen und alles schön dekoriert. Innen soll das Bistro 15 Plätze haben, aussen 35.

 

Kuchen zum Znüni, Mehrgänger zum Znacht

Öffnen möchte er auf die Znünizeit, mit Caffè italiano und Kuchen. Weiterhin im Angebot stehen mittags und abends die diversen Fladenbrote und Piadine. Zudem gibt es neu auch täglich Menus. "Exklusive Mehrgänger im besonderen Ambiente" will Anesi nur auf Reservation und nur am Abend anbieten. Abends gibt es Musik und Drinks, unter der Woche bis um zehn, Freitag und Samstag bis halb eins in der Nacht.

 

Er wisse erst seit Kurzem, dass er für die Umnutzung doch noch eine Baubewilligung brauche. Auf der Bauverwaltung habe man ihm aber versprochen, das Gesuch rasch zu bearbeiten, so dass der geplanten Eröffnung am 31. August nichts im Weg stehen sollte.

 

Bis dann heisst es für Ivano Anesi: fertig renovieren, einrichten, weitere Schritte planen und weiterbüffeln.


Autor
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 29.06.2020
Geändert: 29.06.2020
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