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Wohnüberbauung Dättlig in Biglen: 80 Wohnungen aber kein Turm

Der Zonenplan und das Baureglement für die Wohnüberbauung Dättlig in Biglen sind bereit für die öffentliche Auflage. Das überarbeitete Projekt integriert das bestehende Verwaltungsgebäude und verzichtet auf den sechsgeschossigen „Turm“ eingangs der Siedlung. Heute Abend wird die Bevölkerung informiert.
 

Projektstudie der mrh Architekten AG aus Bern. Ansicht vom Dorf her in Richtung Süden. Links hinter den beiden langen Gebäude mit unterschiedlich hohen Aufbauten, das bestehende Verwaltungsgebäude mit dem viergeschossigen Ergänzungsbau. (Bild: Res Reinhard)
Auf diesem Bild ist das Verwaltungsgebäude im Vordergrund. (Bild: zvg)
Planungsgebiet Dättlig in einer Luftaufnahme. (Bild: zvg)

Biglen will wachsen. Auf dem Areal Dättlig sollen in zwei Etappen Wohnhäuser mit insgesamt rund 80 Wohnungen entstehen. Da die aktuelle baurechtliche Grundordnung dies nicht erlaubt, hat die Gemeinde für das Areal eine Überbauungsordung erlassen, die der Kanton nun genehmigt hat und die ab Freitag öffentlich aufliegt.

 

Ohne Turm

Die Projektstudie der mrh Architekten AG aus Bern sieht zwei lange Gebäude mit durchgehendem, zweigeschossigem (immer mit Parterre) Sockelbau und mehreren zwei- bis dreigeschossigen Aufbauten vor. Darin sollen unterschiedlich grosse Wohnungen Platz finden, von Zweizimmerwohnungen in den Aufbauten bis zu Maisonettewohnungen mit Gartenzugang im Sockelbau.

 

Anders als im ersten Entwurf wird auf einen sechsgeschossigen „Turm“ verzichtet. Dafür soll das bestehende Verwaltungsgebäude erhalten und durch einen Anbau mit einem viergeschossigen Ergänzungsbau verbunden werden. Damit hat die Gemeinde auf Eingaben in der öffentlichen Mitwirkung reagiert.

 

116 Parkplätze aber kein Mehrverkehr

Ein weiterer, in der Mitwirkung mehrfach geäusserter Einwand betraf den Verkehr. Gemäss dem Verkehrskonzept Bahnhofplatz soll die Zufahrt über den Dättligstutz und die Wegfahrt via Bahnhofstrasse erfolgen – jeweils im Einbahnregime. Das Projekt sieht 116 Parkplätze vor. Der Gemeinderat rechnet mit rund 350 Fahrten pro Tag. Das entspricht gemäss Bericht der Gemeinde ungefähr dem früheren Verkehrsaufkommen. Auf dem Areal war lange der Baumaterialienbetrieb Schneider AG domiziliert, heute wird es gewerblich zwischengenutzt.

 

Die 80 neuen Wohnungen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner würden die Bevölkerung von Biglen um mehr als ein Zehntel anwachsen lassen. In der Mitwirkung waren deshalb auch Bedenken laut geworden, ob die Schule von Biglen diesen Zuwachs tragen möge. Gemäss Bericht der Gemeinde gehen Schulkommission und Schulleitung davon aus, dass dies der Fall ist.

 

Das Areal ist im Besitz der Schneider Sanitär AG mit Inhaber Fritz Krebs.

 

[i] Infoveranstaltung  am Montag, 11. Februar um 20 Uhr im Primarschulhaus Feltschen. Vom 15. Februar bis am 15. März werden Zonenplan und Baureglement öffentlich aufgelegt und können, wie auch das Modell, zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung besichtigt werden.


Autor
pd/abu, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 11.02.2019
Geändert: 12.02.2019
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