Knall in Walkringen: Bäckerei Jegerlehner und Postfiliale schliessen per sofort

Kurztext:Anita Jordi gibt auf. Aus wirtschaftlichen Gründen schliesst sie die Bäckerei Jegerlehner in Walkringen morgen Samstag. Von der Schliessung überrascht werden nicht nur die Kunden, sondern auch die Post, welche in der Bäckerei eine Filiale führt.

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Die Bäckerei Jegerlehner in Walkringen mit angeschlossenem Lebensmittelladen und Post schliesst am Samstag. (Bild: Res Reinhard)

"Das Backen rentiert nicht, und es wäre nur noch schlimmer geworden", sagt Anita Jordi gegenüber BERN-OST. Sie habe deshalb Anfang Woche entschieden, die Bäckerei sofort zu schliessen. "Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."

Gespräche mit Bäckereien laufen an

Im Gespräch mit BERN-OST lässt Jordi durchblicken, dass verschiedene Gespräche mit Bäckereien laufen, welche mehrere Filialen führen und zentral backen. Ob diese zu einer Nachfolgelösung führen werden, ist noch unklar.

Post arbeitet an Nachfolgelösung

"Die Schliessung der Bäckerei-Konditorei Jegerlehner erfolgt unerwartet", schreibt die Post in einem Flugblatt, welches heute Freitag an die Bevölkerung verteilt wird. Und: "Die Post sucht mit Hochdruck nach einer Nachfolgelösung, die Gespräche mit der Gemeinde wurden bereits aufgenommen."

Vorübergehend werden Postdienstleistungen nicht mehr im gewohnten Umfang erhältlich sein. Den Kunden wird empfohlen, die Postdienstleistungen über eine der nächstgelegenen Filialen abzuwickeln.

"Sie hat alles gegeben"

Durch die Schliessung der Bäckerei verlieren - nebst Anita Jordi - fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job. Peter Stucki, Gemeindepräsident von Walkringen, bedauert die Situation sehr: "Sie hat immer alles gegeben", sagt er.

[i] Siehe auch Newsbericht "Aufatmen in Walkringen: Der Jegi-Beck bleibt" vom 16.7.2015

Autor:Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch

Kommentare

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  • Jeannette Burren, Mamishaus vor 7 Tagen

    Sehr geehrte Frau Jordi
    Ich kann genau mitfühlen wie es ist wenn man einen Laden schliessen muss. War vor sechs Jahren auch Selbstständig und es sind genau die Leute, die dies bedauern die man selten gesehen hat. Ich habe eine einzige Bitte an alle Mitbürger und Mitbürgerinnen die diesen Kommentar jetzt lesen, unterstützt vermehrt die Kleindetaillisten in euren Dörfern, so kann man auch im hohen Alter im Wohndorf einkaufen. Denn wenn jemand einen solchen Laden führt macht er es aus Liebe und führt diesen mit Leib und Seele, nicht nur für sich selber, sondern auch für euch Mitbürger und Mitbürgerinnen.

    • Peter Geissbühler, Walkringen vor 9 Tagen

      Sehr geehrte Frau Jordi
      Auch wenn ich nicht alle Tage bei Ihnen eingekauft habe, so doch immer mindestens einmal pro Woche wenn ich Homeoffice-Dienst hatte – und ich war immer sehr zufrieden. Nicht jedesmal das Auto nehmen zu müssen und x-Kilometer zu fahren für einen Einkauf ist ja auch sehr ökologisch. Das ist jetzt leider vorbei. Besten Dank für Ihr Engagement für das Dorf und ich wünsche Ihnen für die Zukunft trotzdem alles Gute – und für Walkringen eine andere Lösung für das «Grundversorgungsproblem».

      • Susanne Niklaus, Walkringen vor 9 Tagen

        Liebe Anita, liebes Backstuben- und Ladenteam
        Wir - als wirklich gute Kunden - sind erschüttert und traurig. Es wird uns alles fehlen: Die hervorragenden Produkte, die immer freundliche und zuvorkommende Bedienung, der Znüniwagen in die Gewerbestrasse, die Möglichkeit einen kurzen Schwatz zu halten im Laden....
        Auf der anderen Seite macht uns aber auch die Situation für Anita und ihre Mitarbeiter sehr betroffen und wir wünschen allen ganz viel Kraft um diese schwierige Zeit zu meistern.
        Ein sehr herzliches Danke an Euch alle! "Machits guet!!!"
        Stephan und Susanne Niklaus + unser Arbeitsteam

        • Tom Huber, Bern vor 9 Tagen

          Sehr geehrte Frau Wegmüller
          Mann und Frau kann auch betroffen sein, auch wenn man nicht in dieser Gemeinde wohnt. Ich habe regelmässig bei meiner Durchfahrt etwas zum Essen gekauft und dies wird mir in Zukunft dort nicht mehr möglich sein. Oftmals hilft es, wenn Mann und in diesem Falle auch Frau ihren Horizont erweitert und über die Nasenspitze hinausdenkt.

          • Béatrice Wegmüller, Walkringen vor 9 Tagen

            Es ist sehr interessant das immer Personen Kommentare schreiben welche gar nicht betroffen sind und nicht in der entsprechenden Gemeinde wohnen. Aber dazu noch denken, dass sie die Einkaufgewohnheit der ganzen Gemeindebevölkerung von Walkringen kennen...
            Ich bedanke mich bei Frau Jordi und dem ganzen Team für die geleistete Arbeit und die Freundlichkeit und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute!

            • Kathrin Bichsel, 3513 Bigenthal vor 9 Tagen

              Liebi Anita, mir hei immer Top Produkt gha vo Dir bide Hornusser wie Privat.
              Mir wünsche Dir viu Chraft!
              Aues Guete!
              HG Bigethu -Waugringe u Familie Bichsel

              • Triumph 1

                Conny Kappeler, Münsingen vor 9 Tagen

                „Sie hat alles gegeben“.... was nützt dies, wenn die Gemeindebevölkerung das Geschäft nicht berücksichtigt??

                • Rolph Mueller, Vechigen vor 9 Tagen

                  @ Gody Stucki: Vielleicht könntest Du ihr ja etwas unter die Schultern greifen anstatt sie hier auf Bern-Ost auf die primitivste Art und Weise zu verleumden!

                  • Triumph 1

                    Tom Huber, Bern vor 9 Tagen

                    Sehr geehrter Herr Stucki
                    Ich darf davon ausgehen, dass Sie regelmässiger Kunde dieser Bäckerei waren. Auch gehe ich davon aus, dass alle, welche nun betroffen sind, ihr Brot dort gekauft haben und nicht im Grossverteiler. Aber da ich nicht naiv bin weiss ich, dass es eben bestimmt nicht so war. Es ist immer gleiche, muss ein Geschäft schliessen, sind alle empört im Dorf. Wären aber alle die empört sind regelmässiger Kunde/Stammkunde, würde es gar nicht so weit kommen. Darüber sollten die Empörten einmal nachdenken. Ich komme nicht aus diesem Dorf, habe aber regelmässig bei der Durchfahrt dort etwas gekauft. Schade für diese Existenz.

                    • Peter Berger, Wichtrach vor 9 Tagen

                      Völlig daneben der Kommentar von Herr Stucki!

                      • Stucki Gody, Biglen vor 9 Tagen

                        Schade für die Mitarbeiter, die ihre Stelle verlieren. Anita Jordi war eine gute Fachfrau aber von Geschäftsführung hatte sie zu wenig Ahnung. Alles geben ist halt nicht immer gut genug.
                        Es zeigt sich auch wie wenig nachhaltig das Auslagern der Postdienstleistungen ist. Den Schaden und den Ärger haben die Kunden.