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Biglen - "Die jetzigen Betreiber haben den Skilift nicht neu erfunden"

Mit einer Gegendarstellung wehren sich die früheren Betreiber des Kinderskilifts in Biglen gegen die nach ihrer Ansicht nicht korrekte und vollständige Berichterstattung rund um die Geschichte des Skilifts in Biglen im "Bund" und den BERN-OST News vom 18. Juli. Unter dem Titel "Die wechselvolle Geschichte des Skilifts" schreiben die ehemaligen Betreiberfamilien Aeschlimann, Lüdi und Schär in der Folge ihre Version der Geschichte des Kinderskilifts.

(V.l.) Niklaus Schär, Ueli Aeschlimann und Hanspeter Lüdi vom früheren Skiliftkonsortium Biglen. (Bild: zvg)

Mit unserer Stellungnahme und den Ergänzungen zum Bericht von Anita Bachmann ("Der Bund") und der Publikation in den Bern-Ost-News vom 17. Juli möchten wir die ganze Geschichte des Kinderskilifts aufrollen und darauf hinweisen, dass auch die Vorvorgänger und die Vorgänger der „Retter“ ihre Arbeit mit viel Herzblut, Engagement und erfolgreich geleistet haben.

Die Gründung

1978 beschlossen fünf Gemeindebürger im Oberfeld einen Kinderskilift aufzustellen. Sie bildeten ein „Skiliftkonsortium“ und kauften das notwendige Material. Der Lift wurde Wirklichkeit und bereits in den ersten Jahren war er eine Attraktion für die Grossregion.

In den kommenden Jahren schwand das Interesse der Betreiber, auch weil es längere Zeit nicht genug Schnee hatte. Sie boten den Kinderskilift zum Verkauf an. Fünf Familienväter aus Biglen kauften die Anlage 1990 dem alten Konsortium ab.

Es gab noch viel zu tun

Bis anhin bestand kein fixer Stromanschluss für den Antrieb und das Beizli. Der Strom musste jeweils durch ein Kabel zum Lift geleitet werden. In vielen Stunden Fronarbeit wurde gelocht und ein Kabel verlegt. Das Pistenfahrzeug musste komplett revidiert werden und es wurden Fundamente erstellt, um den Weidezaum besser ab-, respektive wieder aufzubauen.

Für zwei Familien wurde anschliessend der Aufwand zu gross und sie zogen sich zurück. So blieben noch die Familien Aeschlimann, Lüdi und Schär. Sie boten Fondue, Nachtskifahren und ein reichhaltiges Angebot im Beizli an. Alle Familienangehörigen arbeiteten kräftig mit, auch als die Kinder bereits erwachsen waren. Am Adventsmärit wurden jeweils Glühwein und Marroni verkauft, um die Kasse etwas aufzubessern.

Eine neue Generation

Vor sechs Wintern, am 27. Oktober 2010, kam es zum Besitzerwechsel beim Skilift Oberfeld. Die bisherigen Betreiber verkauften den Kleinskilift „Bohrer“ komplett, inklusive bodenverlegte Elektrozuleitung und Pistenfahrzeug an die neuen Besitzerfamilien Hofer, Jordi und Kohlbrenner.

Der Preis war knapp 1‘000 Franken tiefer als derjenige von der Handänderung 1990; dies trotz verschiedener wertsteigernder Investitionen.

Es ist unbestritten, dass Stefan Hofer, Peter Jordi und Daniel Kohlbrenner den Skilift 2010 gerettet haben und die Bevölkerung der Region ist ihnen dankbar. Mit der Gründung eines Vereins, haben sie wohl den richtigen Weg für die Minimierung des Risikos gewählt.

[i] Siehe auch Newsbericht "Biglen - Die Retter des Skilifts" vom 17. Juli 2015


Autor
"Altes Skiliftkonsortium" Biglen mit den Familien Aeschlimann, Lüdi und Schär
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Erstellt: 28.07.2015
Geändert: 28.07.2015
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