Darum gilt beim Schulhaus Tempo 50
Seit über einem Jahr wird die Hauptstrasse durch Stettlen saniert. Nach Abschluss der Arbeiten gilt auf einem Teil der Bernstrasse Tempo 30. Beim Schulhaus bleibt es hingegen bei Tempo 50. Das Tiefbauamt des Kantons Bern erklärt, warum.
Noch ist ein Teil der Strasse in Stettlen aufgerissen. Handwerker arbeiten in Gräben, Bagger manövrieren durch die enge Baustelle und der Verkehr staut sich morgens und abends. Nach Abschluss der Arbeiten gilt auf einem Teil der Bernstrasse Tempo 30, nicht aber beim Schulhaus.
Tempo 30 nur auf einem Teilstück
Die künftige Tempo-30-Strecke reicht von der Kirchgasse bis zur Bergackerstrasse. In diesem Abschnitt seien die Platzverhältnisse wegen der bestehenden Bebauung (Mauer und Häuser direkt an der Strasse) eingeschränkt, schreibt das Tiefbauamt. Die Verkehrssicherheit konnte dort nicht wie beim Schulhaus durch bauliche Massnahmen verbessert werden.
Deshalb werde die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Die Tempo-30-Strecke beschränke sich auf den Abschnitt, in dem diese aus Sicht der Verkehrssicherheit «erforderlich und zweckmässig» sei.
Mehr Platz beim Schulhaus
Anders präsentiert sich die Situation beim Schulhaus. Dort wurde die Bernstrasse im Zuge der Sanierung ausgebaut. «Es entstand ein von der Fahrbahn abgesetzter Gehweg mit Grünstreifen und Bäumen», schreibt das Tiefbauamt auf Anfrage von BERN-OST. Zudem wurde der Fussgängerstreifen mit einer Mittelinsel ausgestattet. Weiter wurde die Fahrbahn so verbreitert, dass auf beiden Seiten Radstreifen markiert werden können.
Nach Einschätzung des Tiefbauamts «erhöhen diese baulichen Massnahmen die Sicherheit für Schulkinder, Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende deutlich».
Tempo 50 beim Schulhaus
Die aufgezählten Massnahmen sind der Grund, weshalb beim Schulhaus künftig nicht Tempo 30 gilt. «Aufgrund dieser baulichen Verbesserungen kann im Schulhausbereich die Verkehrssicherheit auch mit der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gewährleistet werden», so das Tiefbauamt.
Die tiefere Geschwindigkeit beginnt damit erst nach dem Schulhaus in Richtung Boll ab Kirchgasse. Die neue Verkehrsführung wird mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten umgesetzt. Das Tiefbauamt geht davon aus, dass die Sanierungsarbeiten der Bernstrasse in Stettlen Anfang Mai 2027 abgeschlossen werden können.
Dreijährige Baustelle in Stettlen
Seit Februar 2024 staut sich der Verkehr im Worblental in Stettlen wegen diverser Baustellen. Zuerst wurden zwei neue Kreisel zwischen Deisswil und Ostermundigen gebaut sowie die Bernstrasse auf derselben Strecke verbreitert und saniert. Zudem wurden im Dorfzentrum auf der Bernstrasse Fernwärmeleitungen verlegt. Danach wurde die Bernstrasse zwischen Ziegelhüsi und Bahnübergang verbreitert, um in der Mitte einen 2,5 Meter breiten Mehrzweckstreifen zu schaffen. Dieser Streifen soll ein sicheres Abbiegen Richtung Bernapark ermöglichen.
Seit September 2025 wird die Bernstrasse in Stettlen saniert, es wurden alte Leitungen ersetzt sowie die Strasse beim Schulhaus verbreitert. Bis Ende Jahr wird auf der Nordseite bis zur Bergackerstrasse gearbeitet. Ab Anfang 2027 werden die Arbeiten ab der Bahnhofstrasse auf der Südseite fortgesetzt. Bis Anfang Mai 2027 sollten die Arbeiten abgeschlossen werden.