Überraschung in Konolfingen

Das neue Schulhaus kostet noch mehr

Die Gemeindeversammlung in Konolfingen verlief ruhig, alle Geschäfte gingen sanft durch. Doch zum Ende der Versammlung liess der Gemeinderat eine kleine Bombe platzen: Über das neu gebaute runde Schulhaus Kaleidoskop muss nochmals abgestimmt werden.

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Das neue Schulhaus Kaleidoskop in Konolfingen muss noch eine Zusatzrunde drehen. (Foto: Ernst Niklaus Fausch Partner AG)

Letzten Sommer wurde das neue Schulhaus Kaleidoskop in Betrieb genommen. Die Freude war gross. Konolfingen verfügt damit über eines der modernsten Schulhäuser der Schweiz. An der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend präsentierte Gemeinderat David Hofer (SVP) die Schlussabrechnung. Die hat es in sich. Die Baukosten sind nochmals gestiegen, das Schulhaus kommt noch um 1.5 Millionen Franken teurer. Das Volk muss ein weiteres Mal darüber abstimmen.

 

Zur Vorgeschichte: 2 x knapp

2018 sagte das Stimmvolk Ja – mit drei Stimmen Differenz - zum neuen Schulhaus und bewilligte damals einen Kredit von 31.3 Millionen Franken. Einsprachen und Beschwerden verzögerten dann den Baustart. Als man schliesslich vor drei Jahren mit Bauen beginnen wollte, hatte sich die Welt verändert. Die Pandemie und der Krieg in der Ukraine liessen die Teuerung durch die Decke gehen. Die Baukosten stiegen um 5.8 Millionen Franken. Das Volk musste diesen Nachkredit an der Urne absegnen. Dieser ging nur mit Ach und Krach durch, vier Stimmen Differenz sorgten am Ende für ein Ja.

 

Abstimmung nächstes Jahr

Voraussichtlich im nächsten Februar muss das Volk nun noch über den zweiten Nachkredit von 1.5 Millionen Franken abstimmen. Fragt sich bloss, was bei einem Nein passiert, da das Schulhaus bereits in Betrieb ist. Gemeindepräsident Jonas Rohrer (SVP) sagt dazu: «Wir sind rechtlich verpflichtet, dieses Verfahren so zu wählen. Obschon das paradox ist, schliesslich sind die Rechnungen bereits beglichen.»

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Blick ins neue Schulhaus Kaleidoskop. (Foto: Ernst Niklaus Fausch Partner AG)

Rechnung ohne Gegenstimmen abgesegnet

Als erstes Geschäft des Abends wurde wie üblich die Gemeinderechnung präsentiert. Die 137 stimmberechtigen Personen im Saal genehmigten die ausgeglichene Jahresrechnung (BERN-OST berichtete) des vergangenen Jahres einstimmig.

 

760'000 Franken für Kinder- und Jugendarbeit

«Wir haben auf diverses verzichtet, um die Kosten tief zu halten», sagte Gemeinderat Simon Buri zum geplanten Umbau des ehmaligen Kindergartens auf dem Inseli-Areal. Es geht um einen Kredit von 760'000 Franken (BERN-OST berichtete). Nach kurzer Diskussion, bei der sich ein Votant für die Ablehnung des Kredites einsetzte, sagte die Versammlung deutlich Ja zum neuen Standort der Kinder- und Jugendfachstelle auf dem Inseli-Areal. Der Kredit wurde mit 133:1 Stimmen bei 3 Enthaltungen angenommen.

 

Kindergarten soll verkauft werden

Seit das neue Schulhaus Kaleidoskop den Betrieb aufgenommen hat, wird der Kindergarten Sonnrain nicht mehr benötigt. Der Gemeinderat will diesen für mindestens 600'000 Franken verkaufen (BERN-OST berichtete), die Versammlung hat für das Geschäft einstimmig grünes Licht gegeben.

Ehrungen: Hockey, Skills, Schiessen

Zum Abschluss der Versammlung wurden diese drei Personen von der Gemeinde geehrt:

  • Nik Lehmann, Hockeyspieler SCL Tigers, 1. Mannschaft.
  • Olivia Bay, 2. Rang Swiss Skills 2025, als Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung.
  • Daniela Röthlisberger, Schützin, 10-Meter-Luftpistole und 25-Meter-Sportpistole, 3. Rang Schweizermeisterschaften.
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Nik Lehmann, Olivia Bay, Daniela Röthlisberger und Jonas Rohrer. (Foto: rb)

Folgende Kühe wurden von Prof. Matthias Steinmann prämiert

1. Preis: Kuh Martina von Bruno Schafroth, Konolfingen

2. Preis: Kuh Tabea von Martin Rutschi, Konolfingen

3. Preis: Kuh Kira von Peter Wittwer-Stucki, Niederhünigen

Verschiedenes

Die ehemaligen UBS-Räumlichkeiten am Kreuzplatz vermietet die Gemeinde künftig an die Kantonspolizei.

 

Die Mitwirkung zur Überbauungsordnung Hünigenstrasse soll diesen Herbst starten.

 

Der Gemeinderat schlägt die Bildung einer Arbeitsgruppe Lebensart vor, um unterstützende Massnahmen entwickeln zu können. Von den 32 Mietern haben alle bis auf sechs eine Anschlusslösung gefunden.


Autor:in
Rolf Blaser, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 05.06.2026
Geändert: 05.06.2026
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