Wechsel im Gemeinderat Walkringen

Heidi Krähenbühl kommt für Andreas Künzler

Im Gemeinderat von Walkringen kommt es zu einem Wechsel: Gemeinderat Andreas Künzler verlässt seinen Posten per Ende September dieses Jahres aus Zeitgründen. Er wird abgelöst von der Informatikerin und Geografin Heidi Krähenbühl.

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Der bisherige Gemeinderat Andreas Künzler (links) übergibt im September an Heidi Krähenbühl. (Fotos: zvg/Walkringen)

Der Gemeinderat von Walkringen hat sich in den anderthalb Jahren seit den Wahlen gut eingespielt. Trotzdem steht bereits ein Wechsel an: Andreas Künzler, verantwortlich für das Ressort Bildung und Gesellschaft, hat per 30. September 2026 seine Demission als Mitglied des Gemeinderates eingereicht. «Ich bedaure das sehr, wir haben uns als Team gut zusammengefunden», sagt Gemeindepräsident Christof Aeschlimann.

 

Künzler hat zu viele Aufträge und zu wenig Zeit

Allerdings verstehe er gut, dass Andreas Künzler, der Erfinder einer weltweit einzigartigen Lärmschutzeinrichtung, irgendwo kürzertreten müsse: «Er ist – obschon eigentlich pensioniert – beruflich immer noch so engagiert, dass er immer wieder nach Basel und Zürich auf Baustellen fahren muss.» Er wünscht Künzler daher, dass er daneben trotzdem noch etwas Zeit für sich finde.

Nachdem Künzler seinen Entscheid kundgetan hatte, musste also ein Ersatz gefunden werden. Die erste Ersatzkandidatin, teilt die Gemeinde mit, habe das Amt abgelehnt, worauf die zweite Ersatzkandidatin Heidi Krähenbühl angefragt worden sei: «Sie hat die Wahl angenommen und wird in Absprache mit Andreas Künzler bereits per 1. September 2026 in den Gemeinderat nachrücken.»

 

Aeschlimann freut sich auf die neue Gemeinderätin

Mit Heidi Krähenbühl kommt eine zweite Frau in den fünfköpfigen Gemeinderat, Verstärkung für die bisher einzige Gemeinderätin Ramona Wegmüller, die für den Hochbau verantworlich ist. «Es wird gemunkelt, ein grösserer Frauenanteil würde uns guttun», schreibt Christof Aeschlimann scherzhaft in den Gemeinde-Infos. «Dies ist jedoch nur ein Gerücht und kann nicht bestätigt werden.» Dennoch freue er sich sehr, eine weitere Frau im Gremium zu begrüssen.

Die künftige Gemeinderätin Heidi Krähenbühl wurde für die Dorf-Infos bereits kurz interviewt. Auf die Frage, wie Kolleginnen und Kollegen sie beschreiben würden, antwortet sie mit «ehrlich und direkt, unkompliziert, fröhlich und familienverbunden». Sie suche «lieber Lösungen als Probleme» und sei jeden Morgen neugierig, was der Tag bringe. «Wenn ich Zeit habe etwas zu kochen, was der ganzen Familie schmeckt, und in der Küche dazu gute Musik läuft, wo ich mit meinem Mann zusammen mitsingen kann, dann ist es ein guter Tag.»

 

Offen – ausser für ineffiziente Sitzungen

Die 55-jährige Informatikerin und Geografin ist gespannt auf ihre neue Aufgabe als Gemeinderätin, und beantwortet die Frage, worauf sie am wenigsten Lust habe, gradlinig mit: «Das weiss ich noch nicht.» Einzig «nicht zielführende Diskussionen, welche Sitzungen unnötig verlängern» möge sie nicht so gern. Das ist allerdings im Gemeinderat Walkringen nicht zu erwarten: Gemeindepräsident Christof Aeschlimann selbst mag effiziente Abläufe und gute Organisation. «Im Rat wollen wir alle Themen ausgiebig diskutieren», sagt er zwar, versichert jedoch: «Wir setzen alles daran, sämtliche Punkte rasch zum Abschluss zu bringen.»


Autor:in
Claudia Weiss, claudia.weiss@bern-ost.ch
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Erstellt: 28.08.2026
Geändert: 28.08.2026
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