Jasmin Gäumann bleibt Schwingerkönigin
Die in Häutligen aufgewachsene und heute in Wichtrach wohnhafte Jasmin Gäumann hat ihren Titel verteidigt. Beim Eidgenössischen Frauen- und Meitlischwingfest im luzernischen Schachen entschied sie eine äusserst knappe Jahreswertung für sich – obwohl sie im Schlussgang nur stellte.
«Das Ziel ist klar, den Titel verteidigen», sagte Jasmin Gäumann am Donnerstag im Interview mit BERN-OST. Zwei Tage später war es geschafft: Die 26-Jährige ist zum zweiten Mal Schwingerkönigin.
Drei Schwingerinnen punktgleich am Start
Vor dem letzten Fest der Saison lagen Gäumann, Mélissa Suchet und Isabel Egli in der Jahreswertung punktgleich an der Spitze. Nach fünf Gängen stand gemäss dem Eidgenössischen Frauenschwingverband fest, dass Gäumanns Vorsprung für die Titelverteidigung reichen würde. Sie schloss die Saison mit 402,75 Punkten ab, Suchet und Egli erreichten je 402 Punkte.
Im Schlussgang stellte Gäumann mit Eveline Linggi, die damit das Fest gewann. Das änderte am Königinnentitel nichts: Im Frauenschwingen zählt dafür die Leistung über die ganze Saison. Die Königin wird jährlich am letzten Kranzfest gekürt.
Weitere Teilnehmerinnen aus der Region
Neben Gäumann trat bei den Aktiven auch Simona Schüpbach aus Bowil an. Sie belegte in Schachen Rang 14c. In den Nachwuchskategorien schwangen zwei Teilnehmerinnen aus Zäziwil mit: Vanessa Hodel erreichte bei den Meitli 1 Rang 12a, Ramona Hodel bei den Meitli 2 Rang 10b.
51 Kränze und Einsatz für den Nachwuchs
Gäumann ist in Häutligen aufgewachsen, wohnt heute in Wichtrach und schwingt für die «Bernerinnen». Sie betreibt den Sport seit 2008. Bis zu ihrem ersten Königinnentitel 2025 war sie in der Jahreswertung viermal Zweite und einmal Dritte geworden.
Mittlerweile hat Gäumann 51 Kränze gewonnen, neun davon in dieser Saison. Auch den Nachwuchs begleitet sie: Gäumann trainiert Berner Jungschwingerinnen.
Vor dem entscheidenden Fest hatte sie gegenüber BERN-OST eingeräumt, dass sie als Titelverteidigerin einen gewissen Druck spüre. Diesen versuche sie auszublenden und ihr Bestes zu geben. Das ist ihr in einem Rennen gelungen, das bis zum Saisonende offen blieb.
[i] In einer ersten Berichtsversion stand, Jasmin Gäumann habe den Schlussgang verloren. Das stimmte jedoch nicht: Der Schlussgang endete gestellt. Wir entschuldigen uns für den Fehler.