Überzählige Tierparktiere auf dem Biohof Blaser – wirklich?
Verschiedene Zoos, darunter der Berner Tierpark, planen, einige ihrer immer älter werdenden Tiere zu töten und damit jungen Tieren Platz zu machen. Daher, so schrieben wir am frühen Mittwochmorgen, 1. April, überlegt sich der Oberthaler Landwirt Simon Blaser, solchen Tieren auf seinem Biohof eine neue Heimat zu bieten. Oder etwa doch nicht?
Sanft gewellte Hügel, eine abwechslungsreiche Landschaft mit Weiden und Bäumen – ausgemusterte Zootiere hätten es schön gehabt bei Monika und Simon Blaser auf dem Biohof in Oberthal. Aber mit den angekündigten Gehegen wird das nichts, Sie haben es wohl bereits vermutet: Bei unserer Nachricht handelte es sich um den Aprilscherz, bei dem die Blasers freundlicherweise mitgespielt haben – herzlichen Dank!
Schweine, Schafe und Geflügel ...
Wahrscheinlich wäre eine solche Auffangstation am Ende gar keine so gute Idee: Wildtiere benötigen besondere Bedingungen. Simon Blaser und seine Frau Monika hingegen führen in Oberthal seit 2008 einen Biohof, mit dem sie andere Ziele verfolgen. Sie wohnen dort mit ihrem vier Kindern Emily, Nicole, Jasmin und Eric und Simons Mutter Elisabeth Blaser, die auch heute noch tatkräftig mit anpackt. Ausserdem leben auf ihrem Hof bereits genug Tiere – allerdings weniger exotische: Zehn Auslauf-Schweine, die mit Biomastfutter, Gras und «Heublüemt» gefüttert werden, fünfzehn Mutterschafe mit ihren Jungen sowie zahlreiche Hühner und Truten.
… und «Exoten» aus Schottland und Frankreich
Die einzigen nicht ganz einheimischen Tiere auf dem Biohof sind die zwanzig Mutterkühe der Rassen Angus und Limousin: Die ersten stammen ursprünglich aus Schottland, die anderen aus der Region Limousin in Zentralfrankreich, beide sind erst seit den 1970-Jahren in der Schweiz heimisch. Das ist jedoch exotisch genug, Schneeleoparden, Giraffen oder Luchse werden auf dem Blaserhof auch künftig nicht wohnen. Schade eigentlich.