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Worb - Velo Schmutz will ein zweites Lokal eröffnen

Die Velo Schmutz GmbH ist durch die Eigenmarke Schmutzli auch über Worb hinaus bekannt. Durch den Erfolg stösst das Velogeschäft räumlich an die Grenzen. Kommenden Frühling soll deshalb neben der 111-jährigen Firmengeschichte auch die Eröffnung eines zweiten Lokals gefeiert werden.

Inhaber Christian "Chrigu" Schmutz ist zuversichtlich, was die Zukunft des Velogeschäfts betrifft. (Bild: Eva Tschannen)

Über 100 Jahre ist es her, seit in Worb die ersten Velos umherfuhren. So alt ist auch die Firmengeschichte der Velo Schmutz GmbH. Zwar verkaufte der damalige Inhaber noch keine Velos, sondern Brote. Zum Ausliefern der Backwaren kaufte er aber seinen Söhnen Velos, die diese selber reparierten. Als immer mehr Radfahrer ihre Fahrräder zur Reparatur in die Bäckerei brachten, entstand eine der ersten Veloreparaturwerkstätten der Schweiz – der Grundstein für das heutige Velogeschäft war gelegt.

Wachstum …

Seither ist die Velo Schmutz GmbH stetig gewachsen. Insbesondere seit der Lancierung der Eigenmarke Schmutzli vor knapp zehn Jahren, ist der Platz an der Bernstrasse eng geworden. „Während früher drei Mechaniker in der Werkstatt arbeiteten, sind es heute Fünf“, beschreibt Inhaber Christian Schmutz die Platzverhältnisse.

Die Velohandlung plant deshalb rechtzeitig auf den Beginn der neuen Saison die Eröffnung eines zweiten Lokals auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Wo zurzeit die Raumwerkstatt Worb eine Polsterei betreibt, sollen ab kommendem Frühling Roller verschiedener Marken wie auch Elektro Roller verkauft und eine Werkstatt betrieben werden. Die Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags steht kurz bevor.

… und Einzigartigkeit dank „Schmutzli“

Das Velogeschäft und die E-Bike-Linie sollen am bisherigen Standort weitergeführt, aber weiter ausgebaut werden. „Nebst unseren Schmutzli Velos - vom Schülerbike übers Rennvelo bis zum Tourenfahrrad - hatten wir bisher zwei Schmutzli E-Bikes im Angebot, kommendes Jahr werden es zwölf E-Modelle sein. Dies inklusive E-Mountainbikes, welche klar der neue Trend sein werden“, so Chrigu Schmutz.

Das Konzept der Marke beruht darauf, dass Kundinnen und Kunden sich aus 33 Farben und verschiedenen Komponenten ihr eigenes „Schmutzli“ zusammenstellen können. „Durch die Eigenmarke wird man 'unique' –einzigartig“, ergänzt der 43-Jährige, der die Firma vor vier Jahren von seinem Vater übernommen hat und sie seither in der dritten Generation führt.

Keine Bedenken wegen Umfahrung

Da das Geschäft gut läuft, fürchtet sich Schmutz auch kaum vor der neuen Verkehrssituation. „Wir merken zwar, dass es ruhiger und weniger hektisch ist“. Für eine Zwischenbilanz sei es aber noch zu früh, da etwa zeitgleich mit der Eröffnung der Durchfahrtsstrasse die Nebensaison für das Velogeschäft begonnen habe.

„In Hinblick auf die Baustelle an der Bernstrasse ist es für uns jedoch wichtig, im Gespräch zu bleiben“, fügt Schmutz an. Kommenden Frühling wird deshalb gefeiert. Neben der geplanten Eröffnung des zweiten Ladenlokals steht das 111-jährige Firmenjubiläum an.


www.schmutzli.ch

[i] Siehe auch „Worb – Velo Schmutz vom Vater zum Sohn“ vom 05.03.14


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Eva Tschannen, eva.tschannen@bern-ost.ch
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Erstellt: 23.11.2016
Geändert: 23.11.2016
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