Neustart im Pintli Beitenwil

Zum indischen Essen gibt's jetzt auch Rösti

Das indische Restaurant im ehemaligen Pintli Beitenwil bekommt einen neuen Namen und eine neue Karte. Manu Sandhu steigt beim Pächter ein. Gemeinsam wagen sie Anfang November einen Neustart.

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Ravindra Singh Bisth und Manu Sandhu (rechts) setzen neu auf Schweizer und Indische Küche. (Foto: rb)

An einer Weihnachtsfeier lernten sich Ravindra Singh Bisth und Manu Sandhu kennen. Bisth hatte das Pintli Beitenwil wenige Monate zuvor übernommen und in «Swagat» umbenannt. Für ihn war es das erste eigene Restaurant. Doch der Start war schwierig.

 

Chaos und Reklamationen

Bisth spricht kaum Deutsch. Das habe den Kontakt mit den Gästen erschwert, erzählt Sandhu. Dazu kam, dass es im Service immer wieder zu Wechseln kam. Als nach einer positiven Gastrokritik im Bund viele Gäste ins Restaurant kamen, war das Team überfordert. Es gab ein Chaos und viele Reklamationen. Bisth wollte danach den Bettel hinschmeissen und aufhören. Doch Manu Sandhu überzeugte ihn, weiterzumachen.

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Das Säli im Indian Spices, dem ehemaligen Pintli Beitenwil. (Foto: rb)

Im Service hörte Sandhu den Gästen zu

Sandhu, 39, wohnt in Münsingen und arbeitete damals in einer Brasserie in Solothurn als Küchenchef. Er bot Bisth an, ihm zu helfen. Seit Juni arbeitet er im Swagat im Service. Dadurch kam er mit vielen Gästen ins Gespräch. «Das Feedback zum Essen war gut», sagt er. Gleichwohl habe er erfahren, was vielen fehlte: Schweizer Gerichte.

 

Sandhu beteiligt sich ab November zur Hälfte am Restaurant und übernimmt die Geschäftsführung. Bisth bleibt Küchenchef. Auch seine Frau Sarla Devi ist weiterhin dabei. Zum Neustart erhält das Lokal einen neuen Namen: Aus «Swagat» wird «Indian Spices».

 

Mit dem Namen wechselt auch die Karte. Neben den indischen Gerichten soll es künftig auch Rösti, Cordon bleu, paniertes Schnitzel oder Geschnetzeltes geben. Das Ziel dahinter ist klar: Leute, die keinen Appetit auf die indische Küche haben, sollen im Restaurant gleichwohl satt werden.

Die indische Küche bleibt

Dennoch bleibt die indische Küche das Herzstück des Restaurants. Manu Sandhu beschreibt das Essen als würzig und aromatisch, aber nicht scharf. Bei einzelnen Gewürzen richte er sich nach dem Geschmack der Gäste: «Kein Koriander, kein Kreuzkümmel, weil die Leute das nicht mögen.»

 

Mit dem neuen Angebot wagen Sandhu und Bisth einen Neustart im ehemaligen Pintli Beitenwil. Sandhu sagt, die Stammgäste seien froh, dass es mit dem Restaurant weitergehe.

Preise und Öffnungszeiten

Mittagsmenü im Restaurant: Menü mit Fleisch oder Vegi plus Getränk für 21.50 Franken

Mittagsmenü in Box zum Mitnehmen: ab 13 Franken

Kaffee und Gipfeli: 5 Franken (morgens von 9.00 bis 10.00 Uhr)

Mo/Di, Do/Fr: 9.00 bis 13.30 Uhr und 17.30 bis 22.00 Uhr

Mi: Ruhetag

Sa/So: 17.00 bis 22.00 Uhr


Autor:in
Rolf Blaser, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 02.11.2026
Geändert: 02.11.2026
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