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Grosshöchstetten - Der Massnahmenplan liegt vor

Gestern Abend stellten die Kommission und Begleitgruppe rund um das räumliche Entwicklungskonzept der Bevölkerung von Grosshöchstetten ihre neuesten Erkenntnisse und konkreten Projektideen vor.

Neue Begegnungszonen und Förderung von Gewerbe, Kultur und unterschiedlichen Wohnformen: der Massnahmenplan zum Entwicklungskonzept. (Bild: grosshoechstetten.ch)

"Die Mitwirkung ist uns sehr wichtig, gerade bei der Ortsplanung", sagt Christine Hofer, Gemeindepräsidentin von Grosshöchstetten. Tatsächlich haben schon eine ganze Reihe an Info- und Mitwirkungsanlässen rund um das räumliche Entwicklungskonzept Grosshöchstetten stattgefunden. Gestern Abend ging es in die nächste Runde: An einem weiteren Infoanlass stellten die Kommission und Begleitgruppe ihre neuesten Erkenntnisse und ihre Projektideen vor.

 

Es geht um die konkrete Siedlungsentwicklung, aber auch um das Potenzial der Gemeinde und die durch die Statistikkonferenz des Kantons erstellten Entwicklungsprognosen. In den letzten 15 Jahren habe sich die Gemeinde rasant entwickelt, wie die Entwicklungsgruppe in ihrem Bericht festhält. Zwischen 2012 und 2017 sei die Bevölkerungszahl um über 300 Personen (8 Prozent) angestiegen.

 

Potenzial und Schwächen

Die unüberbauten Nutzungsparzellen in der Gemeinde sind mehrheitlich kleinere Parzellen, wie es im Bericht heisst. Die einzigen grösseren und unüberbauten Flächen befinden sich bei der Bühlmatte und im Dorfkern Schlosswil als Zonen mit Planungspflicht.

 

Die Änderung der Nutzungsplanung würde langfristig neue Flächen für die Wohn- und Arbeitsnutzung schaffen. Vier Gebiete kommen laut Auswertungen der Arbeitsgruppe für eine Erhöhung des Nutzungsmasses in Frage: Moosweg, Nest, Erlessen und Sonnmattstrasse. Das Bahnhofsareal sei ein wichtiges Umstrukturierungsgebiet und soll voraussichtlich in den kommenden Jahren neu als Mischzone Raum für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistung bieten.

 

Auch Themen wie Einzonungen, Begegnungszonen, Verkehr und Landschaft finden Eingang in den umfassenden Bericht. Zusammenfassend sieht die Arbeitsgruppe viel Potenzial für die Entwicklung von Grosshöchstetten. Beim Dorfkern und Bahnhofareal sieht sie noch viel Aufwertungspotenzial, um das kulturelle und gesellschaftliche Leben zu stärken. Andererseits weise die abnehmende Pendlerzahl auf eine Schwächung von Grosshöchstetten als Arbeitsort hin. So bestehe die Gefahr, dass Grosshöchstetten "zur Schlafgemeinde wird." Auch die hohen Verkehrsbelastungen werden als Nachteil erwähnt.

 

Die Arbeitsgruppe legt der Bevölkerung im Rahmen des Entwicklungskonzepts einen konkreten Massnahmenplan vor. Er beinhaltet etwa die Verbesserung des Fuss- und Velowegnetzes und weitere Verkehrsmassnahmen, die Entwicklung des Bahnhofareals durch eine Nutzungserweiterung und dem Schaffen von Begegnungszonen, die Förderung des lokalen Gewerbes oder die Förderung von unterschiedlichen Wohnformen.

 

[i] Bis zum 29. November läuft die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger zum Räumlichen Entwicklungskonzept Grosshöchstetten.


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anh, info@bern-ost.ch
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Statistik

Erstellt: 07.11.2019
Geändert: 07.11.2019
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