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Lesermail zur Schulraumplanung Oberdiessbach: "Was jetzt gemacht wird, ist eine Problemverschiebung"

Offener Brief zum Kindergarten Oberdiessbach

Liebe Bürgerinnen und Bürger.

 

Uns Eltern wurden am 26.11. an einer Infoveranstaltung zur Schulraumplanung 3 Szenarios für und ab Schuljahr 2019 vorgestellt.

 

Ich beziehe mich nur auf das Szenario 1. Gemäss dem Gemeinderat und der Schulleitung, ist dieses Szenario am wahrscheinlichsten. Konkret ist noch nichts gemäss Gemeinderat. Erst wenn die Kindergarten Anmeldung abgeschlossen sind (Februar 2019) wird dann definitiv entschieden wie weiter.

 

Gemäss der Aussage von Ihnen ist der Kindergarten für und ab Schuljahr 2019 zu klein, dass alle Kinder im Dorf diesen besuchen können. Es werden um die 200 Wohnungen in Dorf entstehen. Gemäss Gemeinderat.

 

Um die 8 Kinder werden ab Sommer 2019 in die Basisstufe in Bleiken gehen müssen. Die Kinder sollten nahe an der Schulbus Haltestellen wohnen, es betrifft hauptsächlich Kinder vom Dorf-Kern. Ich persönlich finde die Basisstufe einer ausgezeichneten Schulform. Dass wäre für mich auch wünschenswert eine Basisstufe zu errichten in Oberdiessbach.

 

Was ich nicht verstehen kann, wieso müssen dann die Kinder bis Ende der 6. Klasse in Bleiken bleiben? Also 8 Jahre lang. Die Basisstufe endet in der 2 Klasse. Basisstufe und der Übertritt in die 3 Klasse spielt keine Rolle, in welcher Schule dies geschieht. Dies kann nicht als Argument geltend gemacht werden.

 

Der Lehrplan 21 gibt das Ziel vor. Ob nach der 2 Klasse in einer Basisstufe oder Primarstufe  Zielsetzung sind die gleichen für das Kind.

 

Ist der Schulstandort Bleiken, der Grund oder sogar das Primarschulhaus hier im Dorf? oder wenigstens mitentscheidend, dass einige Kinder vom Dorf-Kern Oberdiessbach rauf müssen?

 

Eine offene und ehrliche Kommunikation, von Seiten der Gemeinde, wäre wünschenswert gegenüber der Eltern.

 

Wenn wirklich nur der Kindergarten das Problem ist, dass dieser zu klein und die Platzverhältnisse nicht ausreichen, dann muss dieses Problem in Oberdiessbach Dorf gelöst werden.

 

Was jetzt gemacht wird, ist eine Problemverschiebung, das eigentliche Problem wird somit nicht gelöst. Wenn dann in einigen Jahren auch in Bleiken der Schulraum zu klein wird was dann???? Alle Jahre 8 Kinder sind in 8 Jahren um die 64 Kinder. Dann haben wir weder im Dorf noch in Bleiken genügend Schulraum.

 

Ein Container kommt nicht in Frage für die Gemeinde, das hat der Gemeinderat ausdrücklich gesagt.

 

Der Gewerbepark Oberdiessbach Nord hätte dieser noch Platz? Herr Wittwer hätte sicher ein Offenes Ohr für dieses Anliegen. Oder sonst in einem Gebäude im Dorf?

 

Die Familie von Wattenwyl könnten auch angesprochen werden. Sie hätten vielleicht im Schloss eine Möglichkeit, für eine Klasse. Somit wäre der Geschichtsunterricht für die Kinder der Höhepunkt.

 

Ist dass die Werbung die wir wollen für unser Dorf? Wenn das Vogt Areal gebaut ist und viele Familien dort einziehen, (wie das der Gemeinderat hofft), dann hätte es genug Plätze für alle Kindergarten Kinder von der Vogt- Siedlung? Oder müssten ein Teil der Kinder dieser Siedlung in den Dorf Kindergarten und der anderer Teil der Kinder in das 2,5Km Entfernte Bleiken?

 

Das 800 Jahr neigt sich zu Ende. Immer und immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass unser Dorf attraktiv bleiben muss, für die nächsten 800 Jahre.

 

Bildung und somit die Schule ist ein Grundstein von einem Attraktivem Dorf. Sie, die Kinder, werden in Zukunft hier im Dorf die Firmen als Chef/Chefin weiterführen. Werden als Arzt/Ärztin hier arbeiten als Lehrer/Lehrerin hier unterrichten oder als Eltern hier wohnen.

 

Wir müssen ihnen die bestmögliche Bildung mitgeben und dafür sorgen, dass sie den Raum und die dafür notwendige Infrastruktur bekommen. Das ist unsere Aufgabe.

 

Bitte geehrter Gemeinderat machen Sie die Schublade auf, holt die Pläne die ihr habt für die Schule raus. Wir alle wiesen wie lange es gehen kann. Wie: planen, Bewilligung fürs Budget, Bewilligung für das Bauen und danach das bauen.

 

Auch der beste Plan nützt nichts in der Schublade.

 

Es ist keine Anklage von meiner Seite an den Gemeinderat. Sondern ich will euch anregen für eine Lösung zu suchen für das Dorf für die Gemeinde für unsere Kinder.

 

Besten Dank

Reto Schneider

Hohlenhausweg 4                  078 682 83 71

 

An der nächsten Gemeindeversammlung vom Montag dem 10.12.2018 um 20:00 Uhr in der Aula. Besteht die Gelegenheit öffentlich gegen diese Lösung zu intervenieren. Es ist wichtig, dass sich mehrere betroffene Familien unter dem Traktandum 4 zu Wort melden. Eltern, Mütter und Väter die nicht betroffen sind können natürlich sich auch äussern. Nur so kann noch etwas geändert werden.


Autor
Reto Schneider, Oberdiessbach
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Erstellt: 04.12.2018
Geändert: 04.12.2018
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