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Linden - Das Trinkwasser ist knapp

Am Dienstag verteilte die Gemeinde Linden Flugblätter: Die Bevölkerung wurde aufgerufen, mit dem Trinkwasser sparsam umzugehen. Die Reserven befänden sich auf dem absoluten Tiefstand.

Quelle liefert zu wenig Wasser: Das Pumpwerk in Jassbach. (Bild: zvg)

"Der Grund ist das Wetter mit wenig Niederschlägen", sagt der zuständige Gemeinderat Beat Engel. Seit zwei Generationen habe es nie so wenig Wasser gehabt.

 

Ganz so dramatisch, wie die Lage auf dem Flugblatt dargestellt wird – "Auch lokale Niderschläge können die Lage kaum entspannen. Sparen Sie deshalb dringend beim Trinkwasserberbrauch!" –, sieht Engel sie aber nicht.  "Es reicht schon noch, wir müssen aber schauen, dass wir die Löschwasserreserven nicht anzapfen müssen", sagt er.

 

Massnahmen zeigen Wirkung

Die Gemeinde fordert die Bevölkerung auf, laufende Brunnen abzustellen, keine Maschinen und Fahrzeuge zu waschen, zu duschen anstatt zu baden, Gülle nicht mit Trinkwasser zu verdünnen und den Garten nicht zu bewässern. "Die Lage hat sich nun schon merklich entspannt", sagt Engel. Die Massnahmen würden also ausreichen, bis es wieder Niederschlag gebe.

 

Den wichtigsten Beitrag dazu leistet seiner Ansicht nach das Sparen im Alltag, wenn etwa beim Zähneputzen, Duschen oder in der Küche das Wasser zwischenzeitlich abgestellt wird. "So kann man locker fünfzig Prozent Wasser sparen", sagt er.

 

Leitung zwischen Oberdiessbach und Linden geplant

Für erneute Engpässe hat die Gemeinde bereits vorgesorgt. "Wir haben die Zufuhr von Wasser per LKW organisiert und arbeiten an der Versorgungssicherheit", sagt Engel.  Nächsten Frühling soll diese vors Volk kommen. Geplant ist eine 1.7 Kilometer lange Leitung zwischen Linden und Oberdiessbach, mittels welcher sich die beiden Gemeinden gegenseitig mit Wasser aushelfen können.


Autor
Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 11.10.2018
Geändert: 11.10.2018
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