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Meine Ausbildung: «Man baut unglaubliche Dinge»

Handwerkliche Fachkräfte sind gefragt wie noch nie. Doch für diesen Sommer sind noch einige Lehrstellen unbesetzt. BERN-OST fragt bei Lernenden nach, wie sie ihre Ausbildung erleben. Über seine Ausbildung zum Anlagen- und Apparatebauer EFZ erzählt uns Severin Linder.

Severin Linder ist aktuell im 1. Lehrjahr seiner vierjährigen Ausbildung zum Anlagen- und Apparatebauer EFZ bei der Baminox AG in Worb.

 

BERN-OST: Erklär mir deinen Beruf?

Severin Linder: In meinem Berufsalltag verarbeite ich hauptsächlich Edelstahl. Ich muss es zuschneiden, schweissen, schleifen, bohren und vieles mehr. Aus dem Metall stellen wir verschiedene Produkte her, je nach Auftrag.

 

Wie abwechslungsreich ist dein Alltag?

Ich erhalte immer Aufträge, welchen ich nachgehe. Die Arbeiten selbst sind dann unterschiedlich und es gibt praktisch keine Serienarbeiten.

 

Wieso wolltest du Anlagen- und Apparatebauer EFZ lernen?

Ich wusste schon früh, dass ich handwerklich arbeiten möchte, jedoch war ich mir unsicher, ob mit Holz oder mit Metall. Deshalb habe ich Schnupperlehren gemacht und konnte mich dadurch entscheiden. Das Schweissen hat mir sehr gefallen und die Verarbeitung von Metall.

 

Gibt es etwas, das du anders erwartet hast? Wenn ja was?

Allgemein war sehr vieles neu und ich habe schon sehr viel gelernt.

 

Auf was muss man sich gefasst machen?

Es ist ein handwerklicher Beruf, dadurch muss man damit rechnen, schmutzige Hände zu bekommen. Man muss Gefallen an Metall und kein Problem damit haben, den ganzen Tag in der Werkstatt zu arbeiten.

 

Was würdest du von deinem Beruf streichen, wenn du könntest?

Das Feilen mit der Handfeile. Dies mussten wir viel im ÜK machen und ich mag es nicht. Zum Glück aber kommt es im Alltag nicht so oft vor.

 

Was war das Tollste, was du bis jetzt machen konntest?

Ich konnte schon sehr viel schweissen, was ich sehr mag. Auch zu sehen, wie ein Auftrag zum Schluss in einem ganzen Projekt verbaut wird, ist toll.

 

Was sind die wichtigsten Fächer in der Berufsschule?

Mathematik ist sehr wichtig und das Fach Zeichnungstechnik. Zudem sollte man ein gewisses Vorstellungsvermögen haben.

 

Welches war für dich bis jetzt die grösste Herausforderung?

Ich habe gelernt, sehr präzis zu arbeiten und den Umgang mit verschiedenen Maschinen und dessen Bedienung.

 

Wie oft hast du Schule?

Im ersten Lehrjahr habe ich zwei Tage  pro Woche, ab dem zweiten Lehrjahr nur noch einen Tag.

 

Arbeitest du im Team oder allein?

Vieles habe ich bis jetzt alleine gemacht. Teilweise macht man auch etwas zusammen, aber oft ist jeder an seinem Projekt.

 

Ist die Ausbildung streng? Wenn ja, was ist streng?

Es geht, die Arbeit ist schon anstrengend, da wir handwerklich arbeiten. Der Alltag im Berufsleben mit Berufsschule ist allgemein ein grosser Unterschied zur Grundschule.

 

Wieso würdest du den Beruf weiterempfehlen?

Es gibt viele gute Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung. Ausserdem lernt man viele verschiedene handwerkliche Arbeiten, auch welche, die in verwandten Berufen nützlich sein können. Dies gibt einem gute Optionen für die Zukunft. Die Arbeit macht sehr viel Spass. Man baut unglaubliche Dinge und sieht, wie diese Stück für Stück entstehen.

 

[i] Severin Linder absolviert seine Ausbildung bei der Baminox AG in Worb. Interessierte dürfen sich direkt bei Michael Wenger (031 832 70 63‬) oder unter info@baminox.ch melden.

 

[i] Sind auch Sie auf der Suche nach einer Lernenden? Und stellt sich euer Lehrling für ein Berufsporträt zur Verfügung? Dann melden Sie sich bei uns für ein Berufsporträt.


Autor:in
Pascale Groschel, pascale.groschel@bern-ost.ch
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Erstellt: 12.05.2024
Geändert: 12.05.2024
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