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Fahrt auf Verlangen: Neues ÖV-Angebot in Stettlen

Das Startup Unternehmen Mybuxi fährt seit dem 29. August in Stettlen und Ostermundigen. Das Bus-Taxi bietet eine flexible Mobilitätsmöglichkeit für ländlichere Regionen. 

An der Medienkonferenz waren einige bekannte Gesichter(v.l.): Felix Friedli (Projektleiter Mybuxi Ostermundigen/Stettlen), Gery Balmer (Vizedirektor Bundesamt für Verkehr), Andreas Kronawitter (Geschäftsführer mybuxi), Milena Rechsteiner (Projektmitarbeiterin Kommunikation), Thomas Iten (Gemeindepräsident Ostermundigen) und Markus Bieri (Gemeinderat Stettlen). (Bild: Angela Zaugg)
Mybuxi fährt jetzt auch in der Region Ostermundigen und Stettlen: sieben Tage die Woche von 06:45 bis 23:30. (Bild: zvg.)

"Mobilität ist ein Grundbedürfnis", sagt Andreas Kronawitter, Geschäftsführer von Mybuxi. In der Stadt gebe es effiziente Mittel, doch auf dem Land sei dies anders. Viele benützten ihr privates Auto für alles, da sie wenig bis keine Möglichkeiten im öffentlichen Verkehr hätten. Mybuxi schliesse eine Lücke zwischen dem öffentlichen und dem privaten Verkehr.

 

Markus Bieri: "Mybuxi unterstützt Stettler Geschäfte"

Die Gemeinde Stettlen will mit Hilfe von Mybuxi die lokalen Geschäfte unterstützen und dafür sorgen, dass die Einheimischen nicht nur in der Nachbargemeinde einkaufen. "Es gibt Coupons für die einheimischen Bewohner. Wenn das Mybuxi für den Einkauf in Stettlen selbst verwendet wird, erhalten die Stettler eine Rückvergütung für eine Fahrt" sagt Markus Bieri, Mitglied im Gemeinderat Stettlen. Diese Coupons werden ein Jahr lang getestet. Danach werde man weiter schauen, ob man die Coupons weiterführe. 

 

Wie funktioniert Mybuxi?

Bei Mybuxi gibt es keinen festen Fahrplan und auch keine vorgegebene Strecke. Die Fahrten werden auf Bestellung durchgeführt. Passagier*innen melden ihren Fahrwunsch via App an.  In der Region gibt es virtuelle Haltestellen, welche nur über die App zu erkennen sind. Man wählt die Start- und Zielhaltestelle aus. Das Mybuxi holt die Passagier*innen mit den Elektrobussen bei ihrer Starthaltstelle ab und bringt sie an ihr Zielort. Die Fahrdienstleitung bündelt wenn möglich die Fahrgäste, welche in dieselbe Richtung fahren wollen.

 

Für eine einzelne Fahrt zahlt man fünf Franken. Es gibt aber auch die Möglichkeit Tageskarten, 10-er Karten, Monats-, Halbjahres- und Jahresabos zu kaufen. Es ist auch möglich, eine Haltestelle zu mieten. So kann ein Unternehmen aus der Region eine Haltestelle vor seinem Standort festlegen und diese auch mit dem Geschäftsnamen benennen. So kann ein Unternehmen sicherstellen, dass man es auch findet.

 

"Neue Technologien für Mobilität und Nachhaltigkeit"

Unterstützt wird das Start-up Unternehmen vom Bundesamt für Verkehr. "Ein Markenzeichen der Schweiz ist Innovation und Mybuxi ist innovativ", sagt Gery Balmer, vom Bundesamt für Verkehr an der Medienkonferenz. Mybuxi schreibt auf seiner Website, dass soziale Mobilität und Nachhaltigkeit durch neue Technologien im Vordergrund stehen. Genau diese Punkte seien bei so jungen Projekten enorm wichtig. Es brauche Mut, dies alles umzusetzen, so Balmer.

 

Mybuxi fährt bereits seit Ende April 2019 in der Region Herzogenbuchsee, Ober- und Niederönz. Jetzt baut das Startup-Unternehmen aus.

 

[i] Mehr Infos unter mybuxi.ch.


Autor*in
Angela Zaugg, angela.zaugg@bern-ost.ch
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Erstellt: 07.09.2020
Geändert: 07.09.2020
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