Nach Kritik des Kantons werden die Parkplätze angepasst
Die enge Zufahrt zum Schinzenacher beschäftigte bereits die Anwohnerschaft. Jetzt zeigen die aufgelegten Pläne, wie Konflikte zwischen Autos und Velos entschärft werden sollen. Auf dem Areal beim Bahnhof sind 28 neue Wohnungen geplant.
Direkt an den Bahngleisen in Rubigen soll eine neue Überbauung mit 28 Wohnungen entstehen. Die Gemeinde hat jetzt die Teil-Überbauungsordnung «Schinzenacher Nord» neu aufgelegt. Zudem hat der Kanton Nachbesserungen bei der Parkierung verlangt.
Auf dem Veloweg soll nicht manövriert werden
Ursprünglich waren Parkplätze vorgesehen, von denen Autos rückwärts auf den Fuss- und Veloweg entlang der Bahn hätten fahren müssen. Aus Sicht des Kantons war damit die Verkehrssicherheit auf dem Veloweg nicht mehr gewährleistet.
Die Planung wurde daraufhin angepasst. Zwei Parkierungsbereiche wurden verkleinert. Rückwärtsmanöver auf die nördliche Schulhausgasse sollen verhindert werden. Auch Wendemanöver auf der nördlichen und östlichen Schulhausgasse soll es nicht geben. Neue Parkplätze müssen mindestens einen Meter Abstand zum Fahrbahnrand haben.
Die Zufahrt bleibt
Die Zufahrt erfolgt weiterhin über die Schulhausgasse. Deren enge Verhältnisse hatten beim Dialoganlass im vergangenen Jahr für Diskussionen gesorgt. Anwohnende äusserten Bedenken zum zusätzlichen Verkehr und zur Sicherheit auf dem Schulweg.
Laut Erläuterungsbericht wurden verschiedene Erschliessungsvarianten geprüft. Eine Zufahrt für Autos über den bestehenden Fuss- und Veloweg entlang der Bahn wurde aus Sicherheitsgründen verworfen. Eine zusätzliche Fahrbahn daneben würde zu viel Fläche beanspruchen.
Wenige Parkplätze, keine Einstellhalle
Die Baugenossenschaft Aare plant günstige Mietwohnungen für verschiedene Generationen. Das Richtprojekt sieht 28 neue Wohnungen vor, die meisten davon mit mindestens drei Zimmern.
Für den Neubau ist rund ein Parkplatz auf drei Wohnungen vorgesehen. Das würde heissen, nur jede dritte Mieterin besitzt ein Auto. Eine Einstellhalle ist nicht geplant. Damit sollen die Baukosten und letztlich die Mieten tief gehalten werden.
Für grössere Ball- und Rasenspiele verweist die Planung auf die Sportflächen beim Schulhaus. Diese sind vom Areal über die Unterführung der Worbstrasse erreichbar. Kleinere Spiel- und Aufenthaltsflächen sind auch innerhalb der Siedlung vorgesehen.
Pläne liegen bis Mitte November auf
Die Überbauungsordnung und die Änderungen am Baureglement liegen bis 16. November öffentlich auf. Unter anderem soll die zulässige Gebäudehöhe von 15 auf 15,5 Meter steigen. Dadurch erhalten die fünf Geschosse mehr Raumhöhe.
Nach der Behandlung allfälliger Einsprachen entscheidet der Gemeinderat über die Planung. Anschliessend braucht es die Genehmigung des Kantons.