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Oberdiessbach - Der neue Pfarrer heisst Daniel Meister

In einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung bestätigten am 26. August rund 90 Stimmberechtigte im Anschluss an den Gottesdienst Daniel Meister als Nachfolger von Urs Hitz ins Pfarramt Matte. Die Stimmberechtigten unterstrichen damit einen Entscheid des Kirchgemeinderates, der auf Empfehlung der Pfarrfindungskommission zustande gekommen war.

Wollen Brücken bauen zwischen Denken und Glauben: Daniel und Barbara Meister. (Bild: Rosmarie Stucki)
„Wir sind dankbar, dass das Ehepaar Meister zusammen mit den beiden Kindern am 1. Februar 2013 ins Pfarrhaus Matte einziehen wird“, kommentierte Rosmarie Stucki, Präsidentin des Kirchgemeinderates, die Anstellung des jungen Pfarrers. Der Wunsch, Pfarrer zu werden, sei bei ihm erst im Verlaufe des Theologiestudiums gewachsen, erklärte Daniel Meister vor der Wahl. Er wird Ende Januar sein Doktorat im Fach „Neues Testament“ an der Uni Bern abschliessen, um dann am 1. Februar 2013 sein erstes Pfarramt in Oberdiessbach anzutreten. Auch seine Frau Barbara will sich als Pfarrfrau in der Kirchgemeinde engagieren.

Für seine Tätigkeit nannte der junge Pfarrer „drei Dinge, die ihm wichtig sind“. Er wolle Brücken bauen zwischen Denken und Glauben, weil sich die beiden Bereiche „positiv beeinflussen können“. Wichtig sei ihm auch das Fördern der Gemeinschaft. Die junge Familie lebt zur Zeit in der Casappella Worblaufen. Dies ist ein Projekt der reformierten Kirchgemeinde Ittigen, bei dem eine christliche Wohngemeinschaft mit einer öffentlich zugänglichen Kapelle kombiniert wird. Und schliesslich dürfe die Kirche nicht innerhalb der Kirchenmauern bleiben. „Unsere Hoffnung darf auch dem Dorf und der Gesellschaft zugute kommen“, betonte Daniel Meister.

Genügt eine 80%-Stelle?

In der Diskussion wurde das auf 80% reduzierte Pensum des Pfarramts Matte hinterfragt. Dies sei vom Kanton Bern so angeordnet worden, weil die für zwei volle Pfarrstellen nötige Anzahl von 4000 Mitgliedern in der Kirchgemeinde Oberdiessbach nicht mehr erreicht werde, betonte Rosmarie Stucki. Falls die Kirchgemeinde die fehlenden 20% selber finanzieren wolle, sei dies grundsätzlich möglich, allerdings auch mit entsprechenden Kosten verbunden. Das Pfarramt Matte sei zumindest vorläufig mit einem 80%-Pensum versehen, während Hans Zaugg aufgrund einer Besitzstandgarantie sein Amt im Pfarramt Kirche unverändert zu 100% wahrnehmen werde.

Die Lücke zwischen dem Weggang von Urs Hitz nach Frutigen bis zum Stellenantritt von Daniel Meister im Pfarramt Matte wird Dorothee Bertschmann, ehemalige Pfarrerin von Sumiswald, als Verweserin füllen.

www.kirche-oberdiessbach.ch

Autor
Hanspeter Schmutz
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Erstellt: 27.08.2012
Geändert: 27.08.2012
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