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Oberdiessbach - Polizei schnappt auswärtige Vandalen

Quelle
Thuner Tagblatt

Die Vandalen, die im August in Oberdiessbach einen Brunnentrog gesprengt haben, sind gefasst. Sie stammen nicht aus dem Dorf selbst.

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Dieser Brunnentrog in Oberdiessbach wurde von den Vandalen in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: zvg)
Nachtschwärmer hielten die Behörden in Oberdiessbach diesen Sommer auf Trab; in der Zwischenzeit hat sich die Lage im Dorf wieder weitgehend beruhigt. «Sowohl der Vandalismus als auch der Nachtlärm sind zurückgegangen», sagt Oberdiessbachs Gemeindeschreiber Oliver Zbinden auf Anfrage.

An neuralgischen Punkten wie etwa am Bahnhof oder bei gewissen Restaurants sei es zwar manchmal immer noch laut, und es gebe Reklamationen von Anwohnern, aber weit weniger als noch im Sommer.


Ermittlungen trugen Früchte

Nach den Vorkommnissen vor zwei Monaten hatte die Gemeinde Anzeige gegen unbekannt eingereicht. Kürzlich haben die Ermittlungen nun Früchte getragen: Die Polizei konnte drei Jugendliche anhalten, die die Vandalenakte zugaben. Pikant dabei ist, dass die Täter nicht aus Oberdiessbach selbst stammen. Sie waren gewissermassen «auf Besuch», wie Oliver Zbinden sagt. «Es handelt sich bei den dreien um einen Volljährigen, einen Schulpflichtigen und einen, der zur Tatzeit minderjährig war, inzwischen aber 18 Jahre alt ist.» Die Schäden werden den Fehlbaren in Rechnung gestellt. Der Brunnentrog an der Schlossstrasse, den die Jugendlichen mit Feuerwerkskörpern zerstörten, kann nicht mehr geflickt werden. Die Gemeinde hat daher unterdessen einen neuen Trog bestellt.

«Keine Hatz auf Jugendliche»

Es war zwischen Mitte Juli und Anfang August, als in Oberdiessbach mehrfach Vandalenakte verübt wurden. Die zunächst unbekannten Täter zerstörten Blumenkisten, rissen Signallampen aus oder zündeten Robidog-Behälter an. Der traurige Höhepunkt wurde erreicht, als die Vandalen am Wochenende nach dem Nationalfeiertag den besagten Trog sprengten. Der geschätzte Schaden beläuft sich auf circa 5000 Franken, wie die Gemeinde damals mitteilte.

Als Sofortmassnahme gegen die Auswüchse des Nachtlebens hatte der Gemeinderat im Sommer eine private Security-Patrouille – einen Mann mit Hund – aufgeboten, die an Wochenenden für Ruhe und Ordnung sorgen sollte. «Er hat uns jeweils Bericht erstattet und keine neuerlichen Beschädigungen festgestellt», fasst Zbinden zusammen. Daher wurde die Patrouille kürzlich wieder aufgehoben, kann jedoch – falls nötig – jederzeit reaktiviert werden.

Er sagt aber auch: «Wir wollen keine Hatz auf die Jugendlichen machen. Sie sollen ihre Bedürfnisse ausleben können, sich dabei aber an gewisse Spielregeln halten.»

Autor*in
Gabriel Berger / Thuner Tagblatt TT
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Erstellt: 05.10.2012
Geändert: 05.10.2012
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