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Vechigen - Die Fahrenden sind weg

In Vechigen ist wieder Ruhe eingekehrt. Die Fahrenden, die während zwei Wochen auf dem Gelände eines Landwirts campierten, habend dieses wie vertraglich vereinbart am vergangenen Sonntag verlassen.

Rund 36 Wohnwagen standen auf dem Landstück eines Bauern in Vechigen. Am Sonntag verliessen die Fahrenden das Dorf. (Bild: Sreenshot TeleBärn)

«Wir haben alles im Griff», sagt Gemeindepräsident Walter Schilt (SVP) auf Anfrage. Die Gruppe von Fahrenden, die seit dem 15. Juli in Vechigen ein Stück Land gemietet hatte und dort mit rund 36 Wohnwagen campierte, sei wie vertraglich vereinbart am Sonntag abgereist. Ob Schäden am Gelände entstanden seien, könne aktuell noch nicht beurteilt werden. Es sei der Gemeinde jedoch wichtig, die Landbesitzer darauf zu sensibilisieren, sich vor einer Vertragsunterzeichnung künftig vorgängig zu informieren.

Auf nationaler Ebene angehen

«Wir möchten niemanden ausschliessen», ergänzt Schilt in Bezug auf die Fahrenden. Das betroffene Land befinde sich aber in der Landwirtschaftszone und sei deshalb in Hinblick auf den Gewässerschutz nicht zum Campen geeignet. «Würde jemand für diese Zone ein Gesuch für einen Campingplatz stellen, würde ich ihn fragen, ob es ihm in den 'Weizen ghaglet het'», veranschaulicht der Gemeindepräsident die Problematik mit einem Schmunzeln.

In Vechigen sei es aus den genannten Gründen nicht möglich, feste Standplätze für Fahrende einzurichten. Zudem handle es sich dabei um Land privater Eigentümer. Laut Schilt ist es jedoch notwendig, dass der Bund das Thema auf nationaler Ebene angeht. «Es braucht einfach Plätze.»

 

[i] Siehe auch:

«Fahrende in Vechigen: Gaffer werden zum Problem» vom 27.07.2017

-  «Vechigen – Statt Ballonfahrer kamen Fahrende» vom 21.07.2017

-   «Vechigen – Von Fahrenden überrumpelt» vom 18.07.2017


Autor
Eva Tschannen, eva.tschannen@bern-ost.ch
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Erstellt: 01.08.2017
Geändert: 01.08.2017
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